Das Peter-Prinzip wurde mit Notizen von Laurence J. Peter durch Raymond Hull in ihrem Buch The Peter Principle (1969, William Morrow, New York City) formuliert:
„In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen.“
Als Einschränkung gilt, dass die Hierarchie genug Hierarchie-Stufen enthalten muss, d.h. man weiter aufsteigen kann.
Folgende Aspekte werden betrachtet:
- Warum bemühen sich Menschen um Positionen, deren Anforderungen sie nicht gewachsen sind?
- Warum werden Menschen für eine neue Stelle ausgewählt, wenn sie die aktuelle sehr gut ausfüllen? Warum wird daraus geschlossen, dass sie gut die neue Stelle ausfüllen können?
- Warum ist die beruflichen Aus- und Weiterbildung nicht so gut, dass die Fähigkeiten erzeugt werden, die zur Erfüllung einer Arbeitsaufgabe erforderlich sind?
Beispiel:
Ein sehr guter Software-Entwickler wird zum Projektleiter befördert, da er seine Projekte immer sehr gut bearbeitet hat. Allerdings überfordert ihn nun die Projektleitungsarbeit mit Koordination und Menschenführung und seine Begabung für die Software-Entwicklung kann er kaum noch nutzen.
Folgerung bei ausreichend vielen Hierarchiestufen:
„Nach einer gewissen Zeit wird jede Position von einem Mitarbeiter besetzt, der unfähig ist, seine Aufgabe zu erfüllen.“
Im Umkehrschluss heißt dies, die Arbeit wird von den Mitarbeitern erledigt, die ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben.
Fazit:
Ein Mitarbeiter sollte für sich überlegen, ob ihn die aktuelle Arbeit ausfüllt, er beherrscht und gern tut. Ist die neue Hierarchiestufe bezüglich der Arbeit die richtige oder geht es nur um Karriere. Der Personalverantwortliche sollte auf die neue Stelle schauen und prüfen, ob die Qualifikation für die neue Stelle durch den Kandidaten erfüllt werden.


