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Kleider machen Leute

Kleider machen Leute ist eine Novelle des Schweizer Dichters Gottfried Keller und erstmals 1874 erschienen. In der Geschichte kleidet sich ein armer Schneidergeselle adelig und wird für einen Grafen gehalten. Auch im Hauptmann von Köpenick (Carl Zuckmeyer, 1956) zeigt sich, dass der Mensch durch seine äußere Erscheinung eine große Wirkung erzielt.

Bilden wir die Erkenntnisse der beiden Geschichten und eigene Erfahrungen auf das Business ab, so wird deren Bedeutung klar. Einem Manager (?) in einem dunklen Anzug mit Krawatte wird mehr Achtung und Respekt entgegen gebracht als dem Azubi (?) mit der kurzen Hose und dem T-Shirt. Ein Anzug wirkt seriös, kompetent und respekteinflößend. Das zumindest in einer passenden Umgebung. In einer Bank oder einem Beratungsunternehmen wird dies erwartet und je besser der Anzug zum Mann passt, um so angesehener ist er. Diese Kleidung würde allerdings im Schwimmbad lächerlich wirken, um es hier einmal zu übertreiben.

Die Kleidung muss daher kontextabhängig gewählt werden und erfüllt erst dann ihren beeindruckenden Zweck.

Bei Bewerbungsgesprächen stellt sich für die Bewerber immer wieder die Frage, wie man sich denn kleiden soll. Nach meiner Meinung gibt es dafür kein Patentrezept wie z.B. immer mit Anzug und Krawatte. Die Kleidung muss zum Träger passen und zum Umfeld.
Die Kleidung sollte etwas besser gewählt werden, als man bei der späteren Arbeitsstelle normalerweise gekleidet ist. Lieber etwas übertreiben als zu wenig. Und man muss sich darin wohl fühlen, denn Unwohlsein wirkt negativ auf den Gegenüber.